iPhone-Defekt => Handyversicherung???

broken_iphoneDie grossen Touchscreens moderner Smartphones mögen viel Inhalt darstellen und die Bedienung optimieren, leider bilden sie aber auch die grosse Schwachstelle, indem sie – sagen wir mal „defektanfällig“ sind. Aus unerfindlichen Gründen bin ich zwar bisher verschont geblieben – „Holz alänge…!“ – von KollegInnenen und diversen Reperaturen deren Geräte kenne ich die gerissenen Gläser jedoch sehr gut.

Nach meinem letzten Geräteaustausch, der glücklicherweise noch über Garantie abgewickelt werden konnte (…), habe ich mir wieder einmal überlegt, wie ich mich gegen die Gefahr eines Defekts schützen könnte.

Die naheliegendste Lösung ist sicher eine Schutzhülle, eine weitere die Absicherung über gute Garantieleistungen und/oder eine Versicherung. Ein grosser Fan von Schutzhüllen war ich noch nie. Solche Cases machen das Handy grösser und dicker, wodurch es nicht mehr problemlos in jede Tasche passt und je nach Aussehen von Handy und Hülle frage ich mich manchmal, wie man ein Designstück in ein Playmobilkleid zwängen kann. Das grösste Problem an den meisten Hüllen ist für mich jedoch, dass diese die Dimensionen des Geräts und die Zugänge zu den Anschlüssen verändern und das Handy dadurch nicht mehr in die diversen Halterungen und Docks (z.B. TomTom Station im Auto, Wecker mit Dock etc.) passt, die sich über die Jahre angesammelt haben. Nach meiner schlechten Erfahrung mit dem REFLEX Case von Otterbox (siehe Review), hatte ich sowieso gerade eine Weile gar keine Lust auf neue Schutzhüllen.
lifeproof-caseDas einzige Case, dass mich in letzter Zeit durch diverse Reviews überzeugen konnte ist
jenes von LifeProof . Die Hülle soll das iPhone neben Stürzen auch komplett vor Staub, Schnee und Wasser (<2m) schützen, mit 3mm Dicke und 28g aber kein Monstrum aus dem Handy machen. Ich werde eine Hülle zum testen erhalten und hier selbstverständlich ein Review posten.

Nun aber zur zweiten „Absicherungsmethode“: Garantie und Versicherung

Unsere Smartphones haben einen Wert von Fr. 600.- bis Fr. 1’000.- , den wir dafür auch bezahlen – sei es nun bar oder via Mobilfunkabo über 12-24 Monate. Dafür erhalten wir eine Garantie von 1 (Apple) bis 2 Jahre, davon ausgenommen sind aber natürlich jegliche Defekte durch Selbstverschulden und Manipulation.

Für’s iPhone, wie für die meisten anderen Produkte bietet Apple mit AppleCare eine Garantieverlängerung auf 2 Jahre an. In den USA beinhaltet diese max. 2 selbstverschuldete Schadensfälle (inkl. Sturz!), welche dann lediglich eine Bearbeitungsgebühr von $49.- kosten, um das Gerät auszutauschen. In der Schweiz fehlt jedoch diese Deckung komplett, wodurch der Protection Plan aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn macht!apple-store

Nun scheint es mitlerweile zwei Versicherungen zu geben, welche über die Mobilfunkprovider spezifische Handyversicherungen anbieten. Das Angebot von Orange kostet zwar nur Fr. 7.- / Monat (84.-/ J.), wenn man den zahlreichen Rückmeldungen im Web glauben kann, sollte man davon aber die Finger lassen. Ersten sind die wichtigsten Fälle ausgeschlossen (Sturz, Wasser, Diebstahl) und zweitens scheint die Versicherung unmögliche bürokratische Hürden zu setzen (Antrag innerhalb 2 Tage inkl. Polizeirapport und Verzichtserklärung der Hausratsversicherung etc.).

Das zweite grosse Angebot kommt von ELVIA, deckt auch Sturz und Diebstahl, kostet dafür aber auch zwischen Fr. 10.- und Fr. 12.- / Monat (> 120.-/J.). Beide Versicherungen bieten nur einen Vertrag über 12 Monate an.

In den allermeisten Fällen zerbricht bei einem Sturz lediglich das Schutzglas des Displays, welches als Ersatzteil lediglich ca. Fr. 30.- kostet. Der Display selbst kostet je nach Modell zwischen Fr. 30.- und Fr. 60.- . Eine eigenhändige Reperatur kostet deshalb (inkl. Spezialwerkzeug) deutlich weniger als Fr. 80.- und im Netz gibt’s viele gute Anleitungen, welche es auch Nicht-Handwerkern (wie mir!) erlauben, ein Gerät in kurzer Zeit zu flicken. Besonders empfehlen kann ich dafür die Seite iFixit.com .

Wenn man die Sache von einem Fachmann wie dem iPhone Doktor, iKlinik oder iReparatur machen lassen will, kostet es zwischen Fr. 160.- und Fr. 250.- , je nach Defekt und Modell. Die Anbieter sind aber meist sehr schnell (1-2 Stunden) und ich habe noch nie negative Rückmeldungen gehört.

Was viele nicht wissen ist, dass Apple selbst in den Stores iPhones für Fr. 269.- ersetzt. Diesen Preis erhält man auch nach 2 Jahren noch auf Ricardo/Ebay für ein neues Gerät. Es kann also durchaus Sinn machen vor einer Neuanschaffung ein defektes Gerät bei Apple zu ersetzen, es als neuwertig zu verkaufen und den Betrag in den Kauf des Nachfolgemodells zu investieren.

Die Rechnung ist also recht einfach…

Am günstigsten ist die Do-it-yoursef Methode bis zu einer Defektwahrscheinlichkeit von 151%, d.h. durchschnittlich 1.5 Defekten pro Jahr. Wer nicht selber Hand anlegen will, macht mit bis zu 0.7 Defekten pro Jahr mit der Profi-Reparatur und bis zu 0.45 Defekten pro Jahr mit dem Apple Austauschprogramm immer noch den Besseren als mit der Versicherung.

Oder so…

handy-repair

 

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REVIEW: Apple EarPods

Das hätte ich fast vergessen. Bei meinem iPhone Garantieaustausch erstand ich auch noch ein Paar der neuen Kopfhörer, welche Apple unter dem Namen EarPads vermarktet.

Den optimalen Kompfhörer habe ich leider bisher nie gefunden. Teure grosse Kopfhörer mit Ohrschalen haben zwar einen super Klang – wegen ihrer Grösse und der Unmöglichkeit, sie unter einem Helm zu tragen, sind sie für mich aber keine wirkliche Option.

Dann gibt es die in-ear Kopfhörer. Durch die hermetische Abdichtung des Ohrs / Gehörgangs fallen Aussengeräusche praktisch weg und insbesondere die Bässe kommen mit einer unglaublichen Qualität rüber. Der Nachteil davon ist, dass es meistens zu unschönen Störgeräuschen kommt, wenn das Kabel an einem Kleidungsstück oder Gegenstand scheuert – wie bei einem Stethoskop werden eben auch solche Geräusche direkt weitergegeben. Ich persönlich habe aber immer das Gefühl, bei in-ears einen Überdruck in der Birne zu erzeugen, der nebst starken Kopfschmerzen eine Angst vor Gehirnexplosion mit sich bringt…!

Aus diesem Grund musste ich bisher immer mit normalen Standardkopfhörern auskommen, welche mich nie mit der Soundqualität überzeugen konnten und v.a. beim Sport viel zu schlecht im Ohr halten und dadurch gewaltig nerven können.

apple-earphonesApple hat in den letzten 8 Jahren über 600 Millionen(!) weisse Kopfhörer verkauft, welche sicher nicht wegen ihrer Qualität zu überzeugen vermochten, jedoch dank dem klaren und damals einzigartigen, weissen Design ein Zeichen setzten.

Trotz der grandiosen Ankündigung der EarPods im Rahmen des iPhone 5 Lauches, erwartete ich keine grosse EarPods_boxQualitätsverbesserung. Vielmehr erhoffte ich, dass Apple nicht zu viel versprochen hat, als sie verkündeten, durch Scanning von hunderten von Ohren eine Form definiert zu haben, welche einen deutlich besseren Tragekomfort garantiert.

Es ist klar, Kopfhörer sind etwas extrem individuelles. EarPods_shapeDeshalb ist es auch so, dass sämtliche Profi-Produkte entweder direkt durch einen Massguss, oder dann durch unterschiedliche Aufsätze an das Ohr des Nutzers angepasst werden. Apple scheint aber mit dem neuen aerodynamischen Design meine „Ohrtopographie“ recht gut getroffen zu haben. Auf jeden Fall halten die Dinger deutlich besser und fliegen auch beim Laufen nicht alle paar Meter EarPods_remoteaus den Ohren.

Umso überraschter war ich ob der krassen Verbesserung der Tonqualität im Vergleich zu den Vorgängermodellen. Die Dinger dichten deutlich besser ab, wodurch Nebengeräusche beinahe aus dem Bewusstsein verschwinden. Durch die direkte Reichtung des vorderen Lautsprechers, welcher direkt in den Gehörgang zeigt kommen Höhen und Mitten deutlich klarer rüber. Und auch die Bässe (auch wenn z.T. etwas verschwommen) geben einem im Vergleich zum Vorgänger das Gefühl man sässe in einem Dolby Surround Kinosaal.

Ich kann deshalb die EarPods wirklich jedem empfehlen, der nicht hunderte von FrankenNS800 für Profi-Kopfhörer ausgeben will, aber dennoch einen gewissen Anspruch an die Soundqualität hat. Und für die Fr. 35.- erhält man wirklich etwas! Ich habe sie im direkten mit den über 200-fränkigen NOCS NS800 eines Kollegen verglichen und konnte nur marginale bis gar keine Unterschiede erkennen. Und die NOCS sind immerhin so ziemlich das Non-plus-ultra der Nicht-Schalen-Kopfhörer.


Apple’s iPhone Garantie…

Ich hab’s wieder einmal zu Stande gebracht – vor zwei Wochen verweigerte mein zwei Monate altes iPhone 4S strickt den Dienst…:-(

Lautsprecher und Mikro wollten gar nichts mehr von mir wissen und verhielten sich, wie unter Headset-Betrieb – nur wollte das Gerät auch mit Kopfhörern schlicht keine Aufforderungen entgegennehmen oder etwas von sich hören lassen.

no-hear_no-speak

Und nein, in der Kopfhörerbuchse war kein Fremdkörper, welcher einen falschen Kontakt verursacht hätte.

Da weder reset, noch restore Besserung versprachen, nahm ich mit wenig Hoffnung und Kaufquittung bewaffnet den Gang zu InterDiscount auf mich, wo ich das Teil erstanden hatte. Wie erwartet hielt sich die Kompetenz des Verkaufspersonal in Grenzen und ich hatte nicht das Gefühl, dass meine Analyse- und Diagnosevorschläge verstanden wurden. Ich bezweifle stark, dass der freundliche Verkäufer (und iPhone User!) je Einblick in die Innereien eines iGadgets hatte, geschweige denn über dessen Funktionsweise Auskunft geben könnte.

Da ich keine Lust hatte, zwei Wochen auf einen Garantieentscheid zu warten und sowieso unterwegs ins ungeliebte Zürich war, entschied ich mich, direkt im Apfelhaus des Glatt Centers vorbeizuschauen.

jailbreak-lawZugegeben, es war vielleicht etwas frech, ohne firmware-restore mit dem gejailbreakten iPhone Garantieansprüche am Genius Bar zu stellen – und so war es auch nicht weiter verwunderlich, dass mir der erste Genius seine Hilfe verweigern wollte. Nun war Multi-Tasking gefragt. Mit unfreundlicher Bestimmtheit und Berufung auf den Digital Millennium Copyright Act machte ich den Apple Fachmann darauf aufmerksam, dass er sich dadurch nicht von seiner Garantiepflicht befreien könne und ich seinen Vorgesetzten sprechen möchte. Gleichzeitig versuchte ich unbemerkt, mein auf dem Tisch vor uns liegendes iPhone zu löschen und einen firmware restore durchzuführen. Das Timing ging fast auf und nach der Begrüssung der freundlichen, jungen und attraktiven (!) „Vorgesetzten“ konnte ich mein Anliegen auf dem frisch aufgesetzten iPhone demonstrieren.

Auf Apple übliche, unkomplizierte Weise wurde sodann mein Problem auch gelöst und ich erhielt umgehend ein neues Gerät in die Hand gedrückt.

Beim Verlassen des Glatt Centers realisierte ich schockiert, dass das neue iPhone bereits mit iOS 6, dem neuen und zur Zeit nicht jailbreakbaren Betriebssystem bestückt war. Mit zugegebenermassen bereits etwas schlechtem Gewissen machte ich auf dem Absatz kehrt und attakierte die sympathische Genius Vorgesetzte von neuem. Nach einer kurzen Onlinerecherche von OR 184ff, erklärte ich ihr, dass bei einer Ersatzleistung die exakt gleiche Ware geliefert werden müsse und ich deshalb auf ein Gerät mit iOS 5.1.1 bestehen müsse. Zu meiner Verwunderung kam die charmante Chefin kurz darauf nicht mit einem Rechtsvertreter, sondern mit einem neuen iPhone 4S mit iOS 5.1.1 zurück, entschuldigte sich für die Umstände und wünschte einen schönen Tag. Dies erwiderte ich mit Freude und machte mich glücklich von Dannen!!!

Neue Handy-Abos

Diese Woche hat die Swisscom darüber informiert, ab kommender Woche neue Mobilabonnemente mit Datenoptionen unter dem Namen Infinity zu lancieren.

Speziell daran ist, dass die Swisscom nicht mehr Datenvolumina verrechnet, sondern die Datenbandbreite je nach Abo variiert.

Wie wir wissen, ist telefonieren und mobil surfen nirgends so teuer wie in der Schweiz. Ändert sich mit den neuen Abos der Swisscom diesbezüglich etwas?

Infinity XS Infinity S Infinity M Infinity L Infinity XL
0.2/0.1Mbit/s
1/0.5Mbit/s
7.2/1Mbit/s
21/2Mbit/s
100/10Mbit/s
Fr. 59.-/Mt.
Fr. 75.-/Mt.
Fr. 99.-/Mt.
Fr. 129.-/Mt.
Fr. 169.-/Mt.

Mit Swisscom BeFree (Fr. 169.-), Orange Me (Fr. 155.-) und Sunrise flat(Fr. 125.-) gab es bereits bis anhin „all inclusive“ Abos. Jedoch erkennt man erst im Kleingedruckten, dass die Datenbandbreite dabei nach 2GB (Swisscom), 3GB (Orange) bzw. 10GB (Sunrise) so stark gedrosselt wird, dass sogar das Abrufen von E-Mails praktisch unmöglich wird.

Die Swisscom bietet nun verschiedene Bandbreiten an und illustriert die Unterschiede auch gleich in anschaulichen Clips:

Die benötigte Datenbandbreite hängt logischerweise von der Datenmenge ab, welche man abrufen will. Dabei können folgende Grundwerte angenommen werden:

Aktion Datenrate
E-Mail (ohne Anhang)
0.08 Mbit/s
Internetseite laden
0.1 Mbit/s
Music Stream / Download
0.25 Mbit/s
Video-Telefonie
0.4 Mbit/s
Film Stream / Download „SD“
1.5 Mbit/s
Film Stream / Download „HD“
3.8 Mbit/s

Einen Teil dieser Daten lädt man meistens im heimischen WLAN runter, wo die Datenrate mit durchschnittlich 19.59 Mbit/s (Quelle: netindex.com) in der Schweiz sowieso gegeben ist.

Dazu kommen public WLANs wie bei der SBB, an Flughäfen, McDonalds, Starbucks, Hotels etc. in die man sich z.T. kostenlos einloggen kann. Diese bieten im Durchschnitt eine Bandbreite von 1-2 MBit/s (Selbsttests: testmyiPhone.com). Dies schränkt den Film- oder TV-Konsum bereits ein.

Die Datenraten des Schweizer Mobilfunknetz sind noch viel komplexer. Die Anbieter prahlen immer wieder mit neuen Netzstandardbezeichnungen (GPRS, Edge, 3G, LTE etc.) und preisen deren maximale Kapazitäten an. Die effektive Abdeckung der Netzstandards, sowie die tatsächlich angebotenen Datenraten werden dagegen weitestgehend verschwiegen.

Technologie

Bandbreite (↓/↑)

Abdeckung
1G
EDGE
GPRS
0.0556
0.0556 Mbit/s
Gesamtes urbanes Gebiet der Schweiz
E-GPRS
0.2368
0.2368 Mbit/s
2G
UMTS
UMTS
0.384
0.384 Mbit/s
ca. 80% des urbanes Gebiets der Schweiz
3G
HSDPA
7.2
1.45 Mbit/s
HSPA+
42
14 Mbit/s
Grossstädte ab Sommer
4G
LTE
LTE
150
42 Mbit/s
SC Projekt in Tourismusregionen, Metropolen in 2013

Leider entsprechen aber auch diese Bandbreitenwerte nicht immer der Realität. So weist zum Beispiel die Test-Seite testmyiPhone.com lediglich durchschnittliche Testresultate in der Schweiz von 0.9 Mbit/s (3G) bzw. 0.2 Mbit/s (EDGE) aus.

Eine wohl etwas genauere Messung hat das Magazin Connect ende letzten Jahres in der Schweiz und Österreich durchgeführt. Diese wiesen in der Stadt eine durchschnittliche Bandbreite von 1.4 Mbit/s, auf „Transferrouten“ eine von 1.1 Mbit/s. Dabei wurde jeweils das beste zur Verfügung stehende Netz herangezogen. Interessant ist dabei, dass Orange leicht besser abschnitt als Swisscom, alle Schweizer Anbieter jedoch klar hinter der österreichischen Konkurrenz lagen, welche krasse 30-65% günstigere Abos anbieten, als diejenigen der Schweizer Konzerne! Den Test könnt ihr hier online einsehen.

Fazit

Mein Fazit aus der ganzen Geschichte ist, dass die teuersten zwei neuen Infinity-Abos der Swisscom bei der aktuellen Netzen absolut keinen Sinn machen, da die Datenbandbreiten gar nicht wirklich vorhanden sind!

Im Vergleich zu den bisherigen Abos ist jedoch eine kleine Kostenersparnis möglich. Es stellt sich einfach die Frage, ob man das Handy regelmässig zum (HD-)Film schauen und fürs TV-Streaming benutzt und einem dies die Fr. 24.-/Mt. (zwischen Infinity „S“ und „M“) wert ist – ansonsten wird man nämlich den Unterschied kaum bemerken. Die zusätzlich integrierten Auslandoptionen des Fr. 99.- Abos (30’ in und aus ausl. Netz, plus 30MB Daten) könnten speziell international tätige User jedoch überzeugen.

Wer aber gänzlich auf Filme und Video-Telefonie verzichten kann und nicht regelmässig im Ausland weilt, macht sogar mit der „XS“-Version einen guten Deal!

Absolut gesehen ist aber klar, dass wir in der Schweiz punkto Mobiltelefonie immer noch extrem „über den Tisch gezogen werden“!

Endlich ein E-Bike für Sportler

Wow, Audi hat mit dem E-Bike Wörthersee ein Hammer-Bike vorgestellt:

  • CFK-Rahmen
  • 2,3 kW Elektromotor
  • 530 Wh Li-Ion Akku
  • Unterstützung bis 80 km/h
  • Wheelie Modi
  • Rahmengewicht 11 kg
  • Gesamtgewicht 26 kg
  • Board-Computer
  • Smartphone-Steuerung

 

Auch wenn ich einige peinliche Situationen erlebt habe, bei denen ich auf dem Rennvelo auf einer Bergstrasse von einer Omi auf einem E-Bike überholt wurde, war ich schon immer überzeugt von dieser Technologie!

Die erhältlichen E-Bikes sind aber durchs Band weg ausschliesslich für ältere oder unsportliche Personen konzipiert. Die Elektromotoren unterstützen lediglich bis 25km/h, erhöhen aber das Gewicht des Fahrrads um 5-20kg. Ein sportlicher Radler, der auch ohne Motor 30km/h oder schneller fahren kann, kommt deshalb damit weder schneller, noch mit weniger Energieaufwand ans Ziel. Natürlich gibt’s auch schon lange Bausätze, welche eine höhere Motorleistung sicherstellen, diese unterstützt dann aber nicht den Fahrer im Sinne eines Pedelec, sondern treiben das Rad direkt wie ein Mofa an.

Das Concept E-Bike von Audi setzt da ganz andere Massstäbe! Der permanent erregte Synchronmotor bringt mit 7kg/PS fast die selbe Leistung wie ein Golf GTI und treibt direkt die Welle des Tretlagers an. Dadurch entsteht keinerlei unnötiger Wiederstand und das Bike kann auch ohne Motor reibungslos gefahren werden. Wird der Motor eingeschaltet, unterstützt er einen sportlichen Radler bis zu 80 km/h, bei einer Reichweite von 70 km. Rein elektrisch, d.h. ohne Pedallieren des Fahrers (und damit für mich uninteressant) bringt es das E-Bike wie ein 50-Kubikroller auf 50 km/h.

Die weiteren Features gehören wohl zur Kategorie: „nicht wirklich nötig, aber cool und Aufsehen erregend“. Im Modus Wheelie hält der Motor durch intelligente Steuerung – wie ein Segway das Gleichgewicht, wenn der Fahrer auf dem Hinterrad durch die City cruised. Die 9-Gang Schaltung ist hydraulisch und sequentiell und der R tronic Schaltung des R8 nachempfunden. Die Sitzhöhe lässt sich vom Lenker aus stufenlos einstellen, auch während der Fahrt. Integrierte LED-Lichter zeigen in der Dunkelheit nicht nur den Weg, sondern erregen auch ein futuristisches Aufsehen. Eine upside-down 130mm-Federgabel übersteigt wohl schon fast die Komfortansprüche des urbanen Einsatzgebiets.

Im Oberrohr des Rahmens ist ein Bordcomputer mit Touchscreen eingelassen. Darüber können die Fahrmodi gewählt, Fahreigenschaften angezeigt und Tricksequenzen aufgezeichnet aufgezeichnet werden. Über ein WLAN (Antenne in Vorderrad-Bremsleitung!) lässt sich dieser mit einem Smarphone verbinden, womit eine Wegfahrsperre aktiviert/aufgehoben werden kann und Videobilder, Trick-Daten, Standort etc. auf Facebook oder andere Internetdienste übertragen werden können.

Wie meistens bei solchen Concept Modellen, ist es sehr fraglich, ob das Superteil je verkauft werden wird. Ich denke mir auch, dass ein nicht kommuniziertet Preis wohl nahe an demjenigen eines A3 Autos liegen würde.