Neue Handy-Abos

Diese Woche hat die Swisscom darüber informiert, ab kommender Woche neue Mobilabonnemente mit Datenoptionen unter dem Namen Infinity zu lancieren.

Speziell daran ist, dass die Swisscom nicht mehr Datenvolumina verrechnet, sondern die Datenbandbreite je nach Abo variiert.

Wie wir wissen, ist telefonieren und mobil surfen nirgends so teuer wie in der Schweiz. Ändert sich mit den neuen Abos der Swisscom diesbezüglich etwas?

Infinity XS Infinity S Infinity M Infinity L Infinity XL
0.2/0.1Mbit/s
1/0.5Mbit/s
7.2/1Mbit/s
21/2Mbit/s
100/10Mbit/s
Fr. 59.-/Mt.
Fr. 75.-/Mt.
Fr. 99.-/Mt.
Fr. 129.-/Mt.
Fr. 169.-/Mt.

Mit Swisscom BeFree (Fr. 169.-), Orange Me (Fr. 155.-) und Sunrise flat(Fr. 125.-) gab es bereits bis anhin „all inclusive“ Abos. Jedoch erkennt man erst im Kleingedruckten, dass die Datenbandbreite dabei nach 2GB (Swisscom), 3GB (Orange) bzw. 10GB (Sunrise) so stark gedrosselt wird, dass sogar das Abrufen von E-Mails praktisch unmöglich wird.

Die Swisscom bietet nun verschiedene Bandbreiten an und illustriert die Unterschiede auch gleich in anschaulichen Clips:

Die benötigte Datenbandbreite hängt logischerweise von der Datenmenge ab, welche man abrufen will. Dabei können folgende Grundwerte angenommen werden:

Aktion Datenrate
E-Mail (ohne Anhang)
0.08 Mbit/s
Internetseite laden
0.1 Mbit/s
Music Stream / Download
0.25 Mbit/s
Video-Telefonie
0.4 Mbit/s
Film Stream / Download „SD“
1.5 Mbit/s
Film Stream / Download „HD“
3.8 Mbit/s

Einen Teil dieser Daten lädt man meistens im heimischen WLAN runter, wo die Datenrate mit durchschnittlich 19.59 Mbit/s (Quelle: netindex.com) in der Schweiz sowieso gegeben ist.

Dazu kommen public WLANs wie bei der SBB, an Flughäfen, McDonalds, Starbucks, Hotels etc. in die man sich z.T. kostenlos einloggen kann. Diese bieten im Durchschnitt eine Bandbreite von 1-2 MBit/s (Selbsttests: testmyiPhone.com). Dies schränkt den Film- oder TV-Konsum bereits ein.

Die Datenraten des Schweizer Mobilfunknetz sind noch viel komplexer. Die Anbieter prahlen immer wieder mit neuen Netzstandardbezeichnungen (GPRS, Edge, 3G, LTE etc.) und preisen deren maximale Kapazitäten an. Die effektive Abdeckung der Netzstandards, sowie die tatsächlich angebotenen Datenraten werden dagegen weitestgehend verschwiegen.

Technologie

Bandbreite (↓/↑)

Abdeckung
1G
EDGE
GPRS
0.0556
0.0556 Mbit/s
Gesamtes urbanes Gebiet der Schweiz
E-GPRS
0.2368
0.2368 Mbit/s
2G
UMTS
UMTS
0.384
0.384 Mbit/s
ca. 80% des urbanes Gebiets der Schweiz
3G
HSDPA
7.2
1.45 Mbit/s
HSPA+
42
14 Mbit/s
Grossstädte ab Sommer
4G
LTE
LTE
150
42 Mbit/s
SC Projekt in Tourismusregionen, Metropolen in 2013

Leider entsprechen aber auch diese Bandbreitenwerte nicht immer der Realität. So weist zum Beispiel die Test-Seite testmyiPhone.com lediglich durchschnittliche Testresultate in der Schweiz von 0.9 Mbit/s (3G) bzw. 0.2 Mbit/s (EDGE) aus.

Eine wohl etwas genauere Messung hat das Magazin Connect ende letzten Jahres in der Schweiz und Österreich durchgeführt. Diese wiesen in der Stadt eine durchschnittliche Bandbreite von 1.4 Mbit/s, auf „Transferrouten“ eine von 1.1 Mbit/s. Dabei wurde jeweils das beste zur Verfügung stehende Netz herangezogen. Interessant ist dabei, dass Orange leicht besser abschnitt als Swisscom, alle Schweizer Anbieter jedoch klar hinter der österreichischen Konkurrenz lagen, welche krasse 30-65% günstigere Abos anbieten, als diejenigen der Schweizer Konzerne! Den Test könnt ihr hier online einsehen.

Fazit

Mein Fazit aus der ganzen Geschichte ist, dass die teuersten zwei neuen Infinity-Abos der Swisscom bei der aktuellen Netzen absolut keinen Sinn machen, da die Datenbandbreiten gar nicht wirklich vorhanden sind!

Im Vergleich zu den bisherigen Abos ist jedoch eine kleine Kostenersparnis möglich. Es stellt sich einfach die Frage, ob man das Handy regelmässig zum (HD-)Film schauen und fürs TV-Streaming benutzt und einem dies die Fr. 24.-/Mt. (zwischen Infinity „S“ und „M“) wert ist – ansonsten wird man nämlich den Unterschied kaum bemerken. Die zusätzlich integrierten Auslandoptionen des Fr. 99.- Abos (30’ in und aus ausl. Netz, plus 30MB Daten) könnten speziell international tätige User jedoch überzeugen.

Wer aber gänzlich auf Filme und Video-Telefonie verzichten kann und nicht regelmässig im Ausland weilt, macht sogar mit der „XS“-Version einen guten Deal!

Absolut gesehen ist aber klar, dass wir in der Schweiz punkto Mobiltelefonie immer noch extrem „über den Tisch gezogen werden“!

Managed-Care Abstimmung

Die Managed Care Abstimmung steht vor der Tür…

doc_and_money

Da ich, aufgrund meiner risikobehafteten Freizeitbeschäftigung viel zu oft ärztliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen muss (…!), aber auch weil mich – wie wohl die meisten Eidgenossen – die jährlich steigenden KK Prämienrechnungen in den Wahnsinn treiben, halte ich diese Thematik für sehr wichtig.

Um was geht es?

Heute ist es so, dass es für alle Leistungen der Grundversicherung einen Vertragszwang zwischen den KKs und allen Ärzten gibt. Das heisst, jede Behandlung, die man von einem frei wählbaren Arzt in Anspruch nimmt wird von der KK gedeckt, unabhängig davon, ob diese richtig, nötig oder effektiv ist.

Seit Jahren gibt es in den meisten Kantonen Managed Care Modelle. Dabei schliessen sich Ärzte (Grundversorger und Spezialisten) zu einem Netzwerk zusammen und schliessen als Gruppe Verträge mit den KKs ab. Die Behandlungen werden durch einen Vertrauensarzt (normalerweise Hausarzt / Allgemeinmediziner) „gemanaged“. Das heisst dieser überweist die Patienten, falls notwendig an einen Spezialisten weiter. Durch die koordinierten Behandlungsabläufe erhoffen sich die Netzwerke eine höhere Effektivität und dadurch eine bessere Kosteneffizienz, welche die KKs den Netzwerken vergüten.

Die Initianten haben die Kosteneffizienzsteigerung (bis 50%) von Managed Care Modellen erkannt und wollen diese nun mit einem neuen Gesetz zum Standard machen. Konkret sollen Patienten, welche sich keinem MC Netzwerk anschliessen wollen ca. 20% höhere Prämien bezahlen.

Freie Arztwahl…?

Die Gegner der Vorlage argumentieren in erster Linie damit, dass durch das neue Gesetz die freie Arztwahl nicht mehr gegeben sei. Das ist natürlich ein heikler Punkt. Auch mir ist es sehr wichtig, dass ich in jedem Fall von dem Spezialisten behandelt werde, den ich für den Besten halte.

Dies ist aber auch unter MC gegeben! Der einzige Unterschied ist, dass Leistungen, welche Spezialisten erbringen, welche einem Netzwerk nicht angehören, diesem höhere Kosten verursachen und deshalb von den koordinierenden Ärzten nur hinzugezogen werden, wenn dies wirklich nötig ist und es im Netzwerk kein Spezialist dieser Fachrichtung existiert. In mehreren Gesprächen mit Ärzten wurde mir aber versichert, dass ein begründeter Wunsch eines Patienten immer berücksichtigt werden würde!

Ein Gesetz mehr – oder eines weniger…?

Ihr merkt wohl, dass ich den Inhalt der Vorlage unterstütze. Als liberaler Mensch setze ich jedoch immer ein grosses Fragezeichen, wenn es darum geht über ein neues Gesetz die Freiheiten der Bürger einzuschränken.

Ich bin davon überzeugt, dass Managed-Care die richtige Lösung ist, um unser Gesundheitssystem besser und kosteneffizienter zu machen. Anstatt die Prämienzahler durch ein Gesetz zu bevormunden, könnte man jedoch an der Wurzel des Problems ansetzen und DEN VERTRAGSZWANG ZWISCHEN DEN KASSEN UND ALLEN ÄRZTEN ABSCHAFFEN!!!

Die De-Hallersche FMH würde dadurch ihre Daseinsberechtigung verlieren und die Ärzte müssten sich alleine (bzw. in Netzwerken!) darum kümmern, ihre Kosten durch die KKs decken zu lassen. Dies würde ineffiziente Spezialisten abstrafen, jedoch effiziente Netzwerke fördern. Den Prämienzahlern bliebe die freie Wahl!

Mein Fazit

Ich weiss immer noch nicht, ob ich für oder gegen die Initiative stimmen werde. Es ist immer eine heisse Nummer etwas „gutes“ abzulehnen, in der Hoffnung, dass daraus etwas „noch besseres“ resultiert. Denn ich zweifle etwas daran, dass die überstarke KK-Lobby in Bundesbern aus einem Nein den Schluss zieht, diesen Vertragszwang mit den Ärzten endlich aufzuheben.

Was denkt ihr dazu?

Adobe lanciert gratis Beta von CS6 Photoshop

Ich habe ja bereits einmal einen kurzen Post über die neuen Features in der nächsten Photoshop-Generation geschaltet. Heute hat Adobe weitere Neuigkeiten über die neuste Version DES Bildbearbeitungsprogramms – Photoshop CS6 – veröffentlicht und auch gleich eine frei erhältliche Beta-Version zum Download bereit gestellt.

=> Downloadlink der Beta-Version

Was mich etwas verwundert ist, dass Adobe Videobearbeitungsfunktionen in ihre Bildbearbeitungssoftware einbaut. Haben sie doch mit Premiere und AfterEffects sowohl im Schnitt-, wie auch im Compositing-Bereich absolute Top-Produkte, die vor allem auch nach Apples FCPX-Manie und der damit verbundenen Abkehr vom effektiven Profisegment, als wie mehr Einfluss in der Branche erhalten.

Ich denke, dass Adobe aber eine ganz andere Zielgruppe anspricht. Da mittlerweile jede bessere DSLR beste HD-Videos aufnehmen kann, sind viele Hobbyfotografen mit der Filmerei konfrontiert, die sich nicht mit Schnittprogrammen auskennen und wohl auch keine grosse Zusatzinvestition dafür tätigen wollen. Als langjährige und treue Photoshop-User, gibt es wohl nichts besseres, als wenn sie Editing-Grundfunktionen gleich in diesem bekannten Programm ausführen können. Und wenn sie dann doch mehr wollen, wird sie Adobe sicher gerne auf ihre Pro-Apps Premiere und AfterEffects weiterverweisen.

Trigger Happy Remote

Auf dem Project-Founding-Portal KickStarter habe ich ein neues Gadget entdeckt, dass meiner Ansicht nach grosses Potential hat.

3 Obernerds (vgl. Bild unten) haben eine iOS App entwickelt, die mit einem Klinken-Kabel das iPhone zur Remote beinahe aller gängigen Spiegelreflex- und sogar einiger Kompaktkameras werden lässt. Mit der App kann man nicht nur Einzel- oder Serienfotos auslösen, sondern ganze Timelaps programmieren und sogar die Öffnungszeit der Linse steuern. Die Jungs haben bereits mehr als zwei Mal die benötigte Investitionssumme ($ 25’000.-) zusammen, um in Produktion zu gehen – obwohl das Projekt noch über 40 Tage auf der Plattform sein wird. Für $ 50.- kann man sich Kabel und App zum Vorzugspreis sichern.

Freeride Skicross

Nachdem der Ex-Skiworldcup Star Daron Rahlves im Skicross nicht in die erwünschten olympischen Kränze kam (Schmid Mike sei dank!), hat er scheinbar eine neue Disziplin gefunden, die er nun mit RedBull vermarktet: „Big Mountain Skicross“.

So geil das Ganze ausschaut – „i wot oooo…!!!“ – so wenig neu kommt es mir vor.

Gab’s nicht früher ein solcher Contest an der Birg (Schilthorn)? Wie auch immer. Nachdem ich ja bereits an der Speedfly SM in Meiringen Lust hatte, beim Finaldurchgang auf die Schirme zu verzichten und den gezeichneten Off-Piste Run „nur“ mit Skis durchzuführen, wäre ich jetzt definitiv dafür, einen derartigen Event im Berner Oberland durchzuführen.

Vorschlag: Freeride Inferno-Rennen

Wir könnten doch ein zusätzliches Infernorennen veranstalten. Ganz simpel; einen Tag nachdem im Januar der erste fette Powder fällt, trifft man sich in Stechelberg auf der 1. Gondel. Auf dem Schilthorn geht’s los, ganz wie es die Engländer 1928 vorgemacht haben:

– Massenstart auf dem Schilthorn

– keine vorgegebene Strecke, keine Tore

– Das Ziel ist im Restaurant, beim Bahnhof Lauterbrunnen

Was meint ihr?