REVIEW: Apple EarPods

Das hätte ich fast vergessen. Bei meinem iPhone Garantieaustausch erstand ich auch noch ein Paar der neuen Kopfhörer, welche Apple unter dem Namen EarPads vermarktet.

Den optimalen Kompfhörer habe ich leider bisher nie gefunden. Teure grosse Kopfhörer mit Ohrschalen haben zwar einen super Klang – wegen ihrer Grösse und der Unmöglichkeit, sie unter einem Helm zu tragen, sind sie für mich aber keine wirkliche Option.

Dann gibt es die in-ear Kopfhörer. Durch die hermetische Abdichtung des Ohrs / Gehörgangs fallen Aussengeräusche praktisch weg und insbesondere die Bässe kommen mit einer unglaublichen Qualität rüber. Der Nachteil davon ist, dass es meistens zu unschönen Störgeräuschen kommt, wenn das Kabel an einem Kleidungsstück oder Gegenstand scheuert – wie bei einem Stethoskop werden eben auch solche Geräusche direkt weitergegeben. Ich persönlich habe aber immer das Gefühl, bei in-ears einen Überdruck in der Birne zu erzeugen, der nebst starken Kopfschmerzen eine Angst vor Gehirnexplosion mit sich bringt…!

Aus diesem Grund musste ich bisher immer mit normalen Standardkopfhörern auskommen, welche mich nie mit der Soundqualität überzeugen konnten und v.a. beim Sport viel zu schlecht im Ohr halten und dadurch gewaltig nerven können.

apple-earphonesApple hat in den letzten 8 Jahren über 600 Millionen(!) weisse Kopfhörer verkauft, welche sicher nicht wegen ihrer Qualität zu überzeugen vermochten, jedoch dank dem klaren und damals einzigartigen, weissen Design ein Zeichen setzten.

Trotz der grandiosen Ankündigung der EarPods im Rahmen des iPhone 5 Lauches, erwartete ich keine grosse EarPods_boxQualitätsverbesserung. Vielmehr erhoffte ich, dass Apple nicht zu viel versprochen hat, als sie verkündeten, durch Scanning von hunderten von Ohren eine Form definiert zu haben, welche einen deutlich besseren Tragekomfort garantiert.

Es ist klar, Kopfhörer sind etwas extrem individuelles. EarPods_shapeDeshalb ist es auch so, dass sämtliche Profi-Produkte entweder direkt durch einen Massguss, oder dann durch unterschiedliche Aufsätze an das Ohr des Nutzers angepasst werden. Apple scheint aber mit dem neuen aerodynamischen Design meine „Ohrtopographie“ recht gut getroffen zu haben. Auf jeden Fall halten die Dinger deutlich besser und fliegen auch beim Laufen nicht alle paar Meter EarPods_remoteaus den Ohren.

Umso überraschter war ich ob der krassen Verbesserung der Tonqualität im Vergleich zu den Vorgängermodellen. Die Dinger dichten deutlich besser ab, wodurch Nebengeräusche beinahe aus dem Bewusstsein verschwinden. Durch die direkte Reichtung des vorderen Lautsprechers, welcher direkt in den Gehörgang zeigt kommen Höhen und Mitten deutlich klarer rüber. Und auch die Bässe (auch wenn z.T. etwas verschwommen) geben einem im Vergleich zum Vorgänger das Gefühl man sässe in einem Dolby Surround Kinosaal.

Ich kann deshalb die EarPods wirklich jedem empfehlen, der nicht hunderte von FrankenNS800 für Profi-Kopfhörer ausgeben will, aber dennoch einen gewissen Anspruch an die Soundqualität hat. Und für die Fr. 35.- erhält man wirklich etwas! Ich habe sie im direkten mit den über 200-fränkigen NOCS NS800 eines Kollegen verglichen und konnte nur marginale bis gar keine Unterschiede erkennen. Und die NOCS sind immerhin so ziemlich das Non-plus-ultra der Nicht-Schalen-Kopfhörer.


Mission Impossible

Im neusten, vierten Mission Impossible Film „the ghost protocol“ rettet Tom Hanks Cruise zwar wieder die Welt aus einer aussichtslosen Situation und nutzt dazu auch allerlei iOS Gadgets. Mit dem Simpelsten, dem Anlegen der iPhone Kopfhörer scheint er aber überfordert zu sein…

Tom Hank's Mission Impossible

man beachte, dass Ethan Hunt, das Remote-Teil der Kopfhörer links trägt, obwohl dies – mindestens bei meinen Apple Headphones am Kabel des rechten Ohrhörers liegt 😉

iPhone Kopfhörer

Den Film an sich kann ich aber empfehlen, auch wenn er meiner Meinung nach nicht mit den Vorgängern mithalten kann.