Kantonale Nachwuchsmeisterschaften

Als Trainingsleiter der U12-Gruppe des TV Unterseen durfte ich am Sonntag eine Delegation von 16 Kids an die Einzeldisziplinen Wettkämpfe der kantonalberner Leichtathletik Nachwuchsmeisterschaften begleiten.

Auf der sanierten und neu eröffneten Lachenanlage Thun (BZ-Bericht) fanden bei gefühlten 50°C (am Schatten!) schöne und spannende Wettkämpfe statt, bei denen sich einige unserer Kids erstmals in einem wirklichen Ernstkampf mit der kantonalen Konkurrenz messen konnte.

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Das Niveau der Meisterschaft war hoch. Gleich 12 nationale Bestleistungen konnten die Teilnehmer erzielen. Aus den Reihen der TVU U12-Gruppe konnte vor allem Fabrice Mühlheim überzeugen, welcher sowohl die Ballwurf, wie auch die Kugelstoss Konkurrenz für sich entscheiden konnte und sich damit Doppel-Kantonalmeister nennen darf. An Wert gewinnt diese Leistung insofern, dass er aufgrund des suboptimalen Programms gleichzeitig beide Disziplinenfinals absolvieren und dafür mehrmals zwischen den Anlagen hin und her wechseln musste.

Ich gratuliere allen Teilnehmern für ihren grossen Einsatz und freue mich auf die weiteren, wöchentlichen Trainings und Wettkämpfe.

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Neue Handy-Abos

Diese Woche hat die Swisscom darüber informiert, ab kommender Woche neue Mobilabonnemente mit Datenoptionen unter dem Namen Infinity zu lancieren.

Speziell daran ist, dass die Swisscom nicht mehr Datenvolumina verrechnet, sondern die Datenbandbreite je nach Abo variiert.

Wie wir wissen, ist telefonieren und mobil surfen nirgends so teuer wie in der Schweiz. Ändert sich mit den neuen Abos der Swisscom diesbezüglich etwas?

Infinity XS Infinity S Infinity M Infinity L Infinity XL
0.2/0.1Mbit/s
1/0.5Mbit/s
7.2/1Mbit/s
21/2Mbit/s
100/10Mbit/s
Fr. 59.-/Mt.
Fr. 75.-/Mt.
Fr. 99.-/Mt.
Fr. 129.-/Mt.
Fr. 169.-/Mt.

Mit Swisscom BeFree (Fr. 169.-), Orange Me (Fr. 155.-) und Sunrise flat(Fr. 125.-) gab es bereits bis anhin „all inclusive“ Abos. Jedoch erkennt man erst im Kleingedruckten, dass die Datenbandbreite dabei nach 2GB (Swisscom), 3GB (Orange) bzw. 10GB (Sunrise) so stark gedrosselt wird, dass sogar das Abrufen von E-Mails praktisch unmöglich wird.

Die Swisscom bietet nun verschiedene Bandbreiten an und illustriert die Unterschiede auch gleich in anschaulichen Clips:

Die benötigte Datenbandbreite hängt logischerweise von der Datenmenge ab, welche man abrufen will. Dabei können folgende Grundwerte angenommen werden:

Aktion Datenrate
E-Mail (ohne Anhang)
0.08 Mbit/s
Internetseite laden
0.1 Mbit/s
Music Stream / Download
0.25 Mbit/s
Video-Telefonie
0.4 Mbit/s
Film Stream / Download „SD“
1.5 Mbit/s
Film Stream / Download „HD“
3.8 Mbit/s

Einen Teil dieser Daten lädt man meistens im heimischen WLAN runter, wo die Datenrate mit durchschnittlich 19.59 Mbit/s (Quelle: netindex.com) in der Schweiz sowieso gegeben ist.

Dazu kommen public WLANs wie bei der SBB, an Flughäfen, McDonalds, Starbucks, Hotels etc. in die man sich z.T. kostenlos einloggen kann. Diese bieten im Durchschnitt eine Bandbreite von 1-2 MBit/s (Selbsttests: testmyiPhone.com). Dies schränkt den Film- oder TV-Konsum bereits ein.

Die Datenraten des Schweizer Mobilfunknetz sind noch viel komplexer. Die Anbieter prahlen immer wieder mit neuen Netzstandardbezeichnungen (GPRS, Edge, 3G, LTE etc.) und preisen deren maximale Kapazitäten an. Die effektive Abdeckung der Netzstandards, sowie die tatsächlich angebotenen Datenraten werden dagegen weitestgehend verschwiegen.

Technologie

Bandbreite (↓/↑)

Abdeckung
1G
EDGE
GPRS
0.0556
0.0556 Mbit/s
Gesamtes urbanes Gebiet der Schweiz
E-GPRS
0.2368
0.2368 Mbit/s
2G
UMTS
UMTS
0.384
0.384 Mbit/s
ca. 80% des urbanes Gebiets der Schweiz
3G
HSDPA
7.2
1.45 Mbit/s
HSPA+
42
14 Mbit/s
Grossstädte ab Sommer
4G
LTE
LTE
150
42 Mbit/s
SC Projekt in Tourismusregionen, Metropolen in 2013

Leider entsprechen aber auch diese Bandbreitenwerte nicht immer der Realität. So weist zum Beispiel die Test-Seite testmyiPhone.com lediglich durchschnittliche Testresultate in der Schweiz von 0.9 Mbit/s (3G) bzw. 0.2 Mbit/s (EDGE) aus.

Eine wohl etwas genauere Messung hat das Magazin Connect ende letzten Jahres in der Schweiz und Österreich durchgeführt. Diese wiesen in der Stadt eine durchschnittliche Bandbreite von 1.4 Mbit/s, auf „Transferrouten“ eine von 1.1 Mbit/s. Dabei wurde jeweils das beste zur Verfügung stehende Netz herangezogen. Interessant ist dabei, dass Orange leicht besser abschnitt als Swisscom, alle Schweizer Anbieter jedoch klar hinter der österreichischen Konkurrenz lagen, welche krasse 30-65% günstigere Abos anbieten, als diejenigen der Schweizer Konzerne! Den Test könnt ihr hier online einsehen.

Fazit

Mein Fazit aus der ganzen Geschichte ist, dass die teuersten zwei neuen Infinity-Abos der Swisscom bei der aktuellen Netzen absolut keinen Sinn machen, da die Datenbandbreiten gar nicht wirklich vorhanden sind!

Im Vergleich zu den bisherigen Abos ist jedoch eine kleine Kostenersparnis möglich. Es stellt sich einfach die Frage, ob man das Handy regelmässig zum (HD-)Film schauen und fürs TV-Streaming benutzt und einem dies die Fr. 24.-/Mt. (zwischen Infinity „S“ und „M“) wert ist – ansonsten wird man nämlich den Unterschied kaum bemerken. Die zusätzlich integrierten Auslandoptionen des Fr. 99.- Abos (30’ in und aus ausl. Netz, plus 30MB Daten) könnten speziell international tätige User jedoch überzeugen.

Wer aber gänzlich auf Filme und Video-Telefonie verzichten kann und nicht regelmässig im Ausland weilt, macht sogar mit der „XS“-Version einen guten Deal!

Absolut gesehen ist aber klar, dass wir in der Schweiz punkto Mobiltelefonie immer noch extrem „über den Tisch gezogen werden“!

Endlich ein E-Bike für Sportler

Wow, Audi hat mit dem E-Bike Wörthersee ein Hammer-Bike vorgestellt:

  • CFK-Rahmen
  • 2,3 kW Elektromotor
  • 530 Wh Li-Ion Akku
  • Unterstützung bis 80 km/h
  • Wheelie Modi
  • Rahmengewicht 11 kg
  • Gesamtgewicht 26 kg
  • Board-Computer
  • Smartphone-Steuerung

 

Auch wenn ich einige peinliche Situationen erlebt habe, bei denen ich auf dem Rennvelo auf einer Bergstrasse von einer Omi auf einem E-Bike überholt wurde, war ich schon immer überzeugt von dieser Technologie!

Die erhältlichen E-Bikes sind aber durchs Band weg ausschliesslich für ältere oder unsportliche Personen konzipiert. Die Elektromotoren unterstützen lediglich bis 25km/h, erhöhen aber das Gewicht des Fahrrads um 5-20kg. Ein sportlicher Radler, der auch ohne Motor 30km/h oder schneller fahren kann, kommt deshalb damit weder schneller, noch mit weniger Energieaufwand ans Ziel. Natürlich gibt’s auch schon lange Bausätze, welche eine höhere Motorleistung sicherstellen, diese unterstützt dann aber nicht den Fahrer im Sinne eines Pedelec, sondern treiben das Rad direkt wie ein Mofa an.

Das Concept E-Bike von Audi setzt da ganz andere Massstäbe! Der permanent erregte Synchronmotor bringt mit 7kg/PS fast die selbe Leistung wie ein Golf GTI und treibt direkt die Welle des Tretlagers an. Dadurch entsteht keinerlei unnötiger Wiederstand und das Bike kann auch ohne Motor reibungslos gefahren werden. Wird der Motor eingeschaltet, unterstützt er einen sportlichen Radler bis zu 80 km/h, bei einer Reichweite von 70 km. Rein elektrisch, d.h. ohne Pedallieren des Fahrers (und damit für mich uninteressant) bringt es das E-Bike wie ein 50-Kubikroller auf 50 km/h.

Die weiteren Features gehören wohl zur Kategorie: „nicht wirklich nötig, aber cool und Aufsehen erregend“. Im Modus Wheelie hält der Motor durch intelligente Steuerung – wie ein Segway das Gleichgewicht, wenn der Fahrer auf dem Hinterrad durch die City cruised. Die 9-Gang Schaltung ist hydraulisch und sequentiell und der R tronic Schaltung des R8 nachempfunden. Die Sitzhöhe lässt sich vom Lenker aus stufenlos einstellen, auch während der Fahrt. Integrierte LED-Lichter zeigen in der Dunkelheit nicht nur den Weg, sondern erregen auch ein futuristisches Aufsehen. Eine upside-down 130mm-Federgabel übersteigt wohl schon fast die Komfortansprüche des urbanen Einsatzgebiets.

Im Oberrohr des Rahmens ist ein Bordcomputer mit Touchscreen eingelassen. Darüber können die Fahrmodi gewählt, Fahreigenschaften angezeigt und Tricksequenzen aufgezeichnet aufgezeichnet werden. Über ein WLAN (Antenne in Vorderrad-Bremsleitung!) lässt sich dieser mit einem Smarphone verbinden, womit eine Wegfahrsperre aktiviert/aufgehoben werden kann und Videobilder, Trick-Daten, Standort etc. auf Facebook oder andere Internetdienste übertragen werden können.

Wie meistens bei solchen Concept Modellen, ist es sehr fraglich, ob das Superteil je verkauft werden wird. Ich denke mir auch, dass ein nicht kommuniziertet Preis wohl nahe an demjenigen eines A3 Autos liegen würde.