Buchtip: Religion for Atheists

20120220-231449.jpgEs ist kein grosses Geheimnis, dass ich religiösen Schriften keinen höheren Stellenwert zuordnen kann als Märchen. Mein rationales Denken verunmöglicht es mir schlicht, wissenschaftlich widerlegte Tatsachen als unbestreitbar (oder eben gottgegeben) zu akzeptieren. Deshalb gefiel mir Marx‘ Definition: „Religion ist Opium für das Volk“ immer recht gut, da sie auf den Punkt bringt, dass die Religion die einfachste und verständlichste Welterklärung darstellt.

Nun stammt diese Definition aber aus dem 19. Jahrhundert, einer Zeit in der das allgemeine Bildungsniveau sicher deutlich tiefer lag als heute. Seit vielen Jahren suche ich deshalb nach einer Erklärung, wieso sich in der heutigen Zeit so viele, auch bestgebildete Menschen als Religiös bezeichnen, obwohl ihr rationales Wissen einen Grossteil des Inhalts der heiligen Schriften widerlegt.

Ein solches Beispiel ist mein Vater, ein Akademiker mit grossem Allgemeinwissen, der in einer religiösen Familie aufgewachsen ist und sich heute noch als bekennenden Christ bezeichnet. Auch nach unendlichen Diskussionen konnte er mir nie erklären, wie er diesen Spagat zwischen Wissenschaft und Religion bewerkstelligt – ich hatte immer das Gefühl, es müsse wohl ein Gen sein, welches dieses Gottesverständnis enthält, jedoch nicht an mich weitervererbt wurde.

Aufgrund eines Artikels in der Weltwoche, habe ich mir das Buch „religions for atheists“ von Alain de Botten geladen und in den letzten drei Tagen während dem Skischulunterricht auf dem Lift und in den Pausen verschlungen.

Der brittische Autor (übrigens mit Schweizer Wurzeln) ist selber ein klar bekennender Atheist, der es schafft, Inhalte der religiösen Lehren in einer positiven Form für „Nichtgläubige“ schmackhaft zu machen.

Sein Ansatz ist jener, dass die Religionen keineswegs in sich komplette, einzigartige Weisheiten vereinen.  Vielmehr beinhalten sie Wissen, Moral und Ethik aus jener Zeit, welche in Form von Geschichten in ein umfassendes System gebracht wurden, welches für jedermann einfach verständlich ist. So wurden traditionelle Feste, wie die Wintersonnenwende (Weihnachten) oder moralische Grundsätze aus der Zeit des antiken Griechenlands (10. Gebote) nicht etwa „erfunden“, sondern lediglich in einen verständlichen Kontext gebracht. Dazu kam dann die Mär von Gut und Böse, Himmel und Hölle, Gott und Teufel oder eben Gläubige und Ungläubige.

Genauso, wie die Autoren dieser Schriften also einzelne Weisheiten in ihr Werk aufnahmen, rät nun Botton auch „Nichtgläubigen“ in selber Weise mit den Religionen umzugehen. Nur weil der Rahmen des Gebildes nicht mit dem säkularen Verständnis eines rational denkenden Agnostiker übereinstimmt, heisst das nicht, dass dieser gleich den gesamten Inhalt ablehnen sollte.

Mir hat dieser Ansatz ein Stück weit Erklärung gebracht und ich freue mich schon, bald mit meinem Vater darüber zu diskutieren!

Das Buch kann ich auf jeden Fall jedem bestens empfehlen!

Cobook – das verbesserte Adressbuch

Ich weiss nicht wie ihr das seht, aber das Adressbuch von Apple hat mich noch nie wirklich befriedigt. Es macht einfach keinen Sinn, nur für die Kontakte eine eigene App öffnen zu müssen. Und mit dem „Leder-Fimmel“, den Apple ja neuerdings hat, wurde die App nun auch noch wirklich hässlich.

Gute Nachricht. Cobook ist eine kostenlose App, welche mit den Daten des „Adressbuchs“ arbeitet, das ganze jedoch auf simple Art und Weise in die Taskleiste integriert und damit schnell und unkompliziert zugänglich macht.

Zudem bietet Cobook die Möglichkeit, die Kontakte die persönlichen Kontakte auf Facebook, Twitter und LinkedIn mit den Adressbucheinträgen zu synchronisieren, um zusätzliche Informationen einzubeziehen. Den selben Dienst leistet übrigens auch SmartR, eine App, welche im Browser oder auf den iOS Gadgets läuft. Leider erfolgt dabei aber keine „Rück-Sync“ mit den Adressbuchdaten, was zu einem Problem führt, wenn jene Basisdaten zwischen den Geräten über iCloud synchronisiert werden. Deshalb ist für mich Cobook hier der klare Gewinner.

Hier ein kleiner Clip von Cobook.

Cobook steht GRATIS in einer Beta-Version zum Download bereit!

OS X Mountain Lion Vorschau

Apple hat einen ersten Einblick in das neue Betriebssystem gewährt, welches nächsten Sommer auf den Markt kommen soll. Wie erwartet wird damit ein Zusammenschluss der Desktop OS mit der iOS (für iPhone, iPad etc.) erfolgen, welcher ja durch iCloud bereits aufgegleist wurde. Dies zeigt Apple schon deutlich damit, dass sie den Namen „Mac“ gestrichen und das neue Betriebssystem lediglich als „OS X“ präsentieren.

Die wichtigsten Features des neuen Betriebssystems haben die Jungs von „cult of mac“ perfekt in einem 2-Minütigen Clip zusammengefasst…

Eine der wichtigsten Neuerungen aus meiner Sicht ist, das wir nun ENDLICH iMessages auch vom Mac aus versenden können. Und es kommt noch besser, Apple stellt allen Lion Usern eine Beta-Version dieses Dienstes gratis zur Verfügung, welche ihr hier runterlasen könnt.

SIRI versteht keine Minderheiten!

Schaut euch diese fake-commercial für SIRI, die neue Sprachsteuerung von Apple an!

Zugegeben, auch ich hätte grosse Mühe, diesem Schottischen Kollegen seine Wünsche zu erfüllen – erinnert mich sein Dialekt doch extrem an den Gipsy-Slang in Snatch!

Ich kann es kaum erwarten, bis der erste Wallisser SIRI Test auf dem Netz auftaucht. Ganz im Sinne der bekannten Wallisser Rambo, Baywatch, LC1 oder Desperate Houswife Parodien.